Mord von Chemnitz 2. Leserbrief von Frank Magnitz

31. August 2018

Scharfsinnig erkennt Frau Bullwinkel in den Ereignissen von Chemnitz keinen Einzelfall, sondern ein pathologisches Muster. Gemeint ist dabei nicht der gewaltsame Tod eines Deutschen, erstochen durch einen Mob von Migranten, sondern die Wut tausender Bürger, die sie als Rechtsradikale beschimpft. Sie würden sich nur einreihen in „eine Kette von rechtsradikalen Krawallen in Sachsen“.

Die wahre Kette besteht jedoch aus Morden verteilt über die gesamte Bundesrepublik, die in unerbittlicher Wiederholung einem Muster folgen: Die männlichen Täter stammen meist aus islamischen Kulturkreisen, sind oft erst seit kurzem in Deutschland und bevorzugen das Messer als Waffe. Die Deutschen sind von der Realität konditioniert worden, bei solchen Vorfällen gleich einen Verdacht gegen diese Gruppe zu hegen.

Dementsprechend sind die Sachsen in Chemnitz nicht von Vorurteilen mobilisiert worden; es waren Urteile, die sie auf die Straße brachten. Sie haben sich über die ungeheuerlichen Ereignisse der letzten Monate ein Urteil gebildet. Die Wut über die sinnlosen Tode unzähliger Opfer zu verurteilen, ist ein Hohn auf alle, die ihr Leben lassen mussten, nicht zuletzt Daniel aus Chemnitz, um den es hier eigentlich gehen sollte.

Menschen wie Frau Bullwinkel haben dazu beigetragen, dass flächendeckend noch Stillschweigen über die Messermorde, das Unsicherheitsgefühl, den Freiheitsverlust gewahrt wird. Aufgrund einer noch nicht vergessenen historischen Lektion wissen die Menschen aus dem Osten, dass Denk- und Sprechverbote tödlich sind. Sie sind es, die das deutschlandweite Schweigen brechen werden.