Gelbe Westen für Bremen!

17. Dezember 2018

Frankreich erlebt derzeit die schwersten Unruhen seit Jahrzehnten. Viele deutsche Politiker und Pressevertreter beobachten  diese Ereignisse mit Argwohn. So distanzierte sich der Vorsitzende der Linkspartei, Bernd Rixinger, schnell von den Gelben Westen und sagte:  „Das Potenzial Ultrarechter in den Reihen der Bewegung ist besorgniserregend“.  Rixinger sieht sogar eine Querfront, also eine unheilvolle Allianz zwischen „Rechten“ und „Linken“, in dem er die Revolten folgendermaßen kommentierte:  „In Deutschland wäre eine solche Verbrüderung linker und rechter Gesinnung nicht denkbar.“

Nach wie vor weigern sich viele „Eliten“ in unserem Land  zu erkennen, dass in Frankreich nicht etwa die „Abgehängten“ auf die Straße gehen, sondern das Bürgertum. Es demonstrieren  die Menschen, die immer mehr unter steigenden Steuer- und Abgabelasten und wachsender Inflation zu leiden haben. Es sind die Menschen, die nur wenig von den positiven Effekten der „Globalisierung“  profitieren, aber dafür die Kosten eines  immer mehr ausufernden Sozialstaates finanzieren dürfen.

Nach Wochen der Unruhen, vielen Verletzten und einigen Toten hat Monsieur  le Président  endlich das Wort ergriffen. Statt die Demonstranten als „Hetzer“ oder „Pack“ zu beschimpfen, was wohl die deutsche Antwort gewesen wäre, versucht  Macron das rebellierende Volk mit finanziellen Wohltaten zu beschwichtigen. So soll der Mindestlohn angehoben werden, Rentner weniger Sozialabgaben bezahlen, und Überstunden zukünftig frei von Abgaben sein.  Diese Wohltaten in Höhe von 11 Mrd Euro pro Jahr werden wohl mit zusätzlichen Schulden finanziert werden müssen. Bei einer Staatsverschuldung von über 100 % ist Frankreich schon längst jenseits von Gut und Böse und – so oder so- schon weit außerhalb der Maastricht Kriterien von 60 %.  Ein französischer Präsident schert sich nicht um EU-Vereinbarungen, wenn es ums Wohl des eigenen Volkes geht. Bezeichnenderweise  endet  Macron seine Rede an die Nation mit folgenden Worten:

Notre seule bataille, c’est pour la France (unsere einzige Schlacht ist für Frankreich)

Vive la République, vive la France. (Es lebe die Republik, es lebe Frankreich)

So erweist sich der Liebling von Merkel und Schulz mal wieder als wahrer Europäer.  Oder will Macron gar einen Zentralstaat Europa unter französischer Führung? Sei’s drum, so oder so, verfolgen unsere Eliten weiterhin unbeirrt das Aufgehen Deutschlands in einem europäischen Zentralstaat!

Frank Magnitz, MdB

-Vorsitzender-

Landesverband Bremen

Alternative für Deutschland – AfD