Achtung, Brandstifter!

Der Bremer Juso-Chef Schmugler (sic!) spricht für seine Jungsozialisten (auch die heißen wirklich so, obwohl sich die SPD möglicherweise in der Öffentlichkeit von dem Etikett „Sozialist“ befreien möchte) und unterstützt die sozialistischen Phantastereien seines Bundesvorsitzenden. Aus der SPD-Spitze kommen verhaltene Richtigstellungen, aber auch Lob, die Bremer SPD-Vorsitzende Aulepp meint gar, weil die Jusos ein linker Jugendverband seien, ist eine solche Meinung zulässig, auch wenn es keine Mehrheitsmeinung in der SPD sei.

Bitte was? Auf welchem Planeten lebt die Dame eigentlich? Frau Aulepp hat gerade gesagt, die Meinung, dass Menschen aufgrund ihrer Herkunft mehr oder weniger wert seien, sei bei den Jungen Nationalen, der Jugendorganisation der NPD, zulässig, denn schließlich handle es sich um eine national-sozialistische Jugendorganisation, oder? Nein, hat sie nicht, tatsächlich hat sie nur gesagt, wenn man etwas tut oder sagt, dann kommt es nicht darauf an, was man tut oder sagt, sondern wer es tut oder sagt.

Wenn also die Jusos fordern, Abtreibung bis in den letzten Schwangerschaftsmonat zu legalisieren, ist das wohl nicht moralisch verwerflich und die buchstäbliche Forderung nach der Legalisierung von Mord, sondern allenfalls ein wenig über’s Ziel hinausgeschossen, weil sie Linke sind! Wenn man buchstäblich über die Abschaffung unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung nachdenkt – denn nichts anderes ist das dreiste Handanlegen an Eigentumsrecht und Schutz des Lebens, auch wenn es nur in Worten erfolgt – dann muss man dafür Verständnis haben, denn immerhin handelt es sich ja um eine linke Jugendorganisation und die sind ja die „Guten“.

Das auch die NPD eine Beteiligung der Arbeitnehmer am Unternehmen fordert ist ein ebenso sozialistischer Ansatz, findet die SPD das auch tolerabel? Oder sind die nationalen Sozialisten von der NPD nicht so nach deren Geschmack?

Wenn also die SPD-Jugendorganisation fordert, Artikel 1, 2 und 14 unseres Grundgesetzes zum Abschuss frei zu geben, ist das alles nicht so schlimm, denn es handelt sich ja schließlich um eine LINKE Jugendorganisation, nicht wahr? Wenn jedoch jemand vage Verbindungen der Jungen Alternative zu den vom Verfassungsschutz beobachteten Identitären herbeifabuliert, dann muss natürlich die rechte Jugendorganisation beobachtet werden, nur auf Verdacht, versteht sich!

Nun, Herr Mäurer, zeigen Sie Anstand und lassen Sie die verfassungsfeindlich agierenden Jusos vom Verfassungsschutz beobachten! Diese haben übrigens auch durchaus Sympathien zur vom Verfassungsschutz beobachteten „Roten Hilfe“ und der linksradikalen, gewalttätigen Antifa, das alles liegt klar auf der Hand! Oder sind etwa vor dem Gesetz doch nicht alle gleich? Finden Sie als Innensenator etwa auch, dass Artikel 3 unseres Grundgesetzes nicht für alle gleich gilt, dass Linken etwas gestattet sein sollte, wofür Rechte mit größter Härte zu bestrafen sind?

Am 4. Oktober 2000 wandte sich Ihr Genosse Gerhard Schröder als deutscher Bundeskanzler an die Öffentlichkeit mit seinem Appell gegen den Brandanschlag zweier arabischstämmiger Täter auf eine Synagoge und initiierte den Aufstand der Anständigen. Auch heute brauchen wir wieder einen solchen Aufstand der Anständigen gegen die Brandstiftung an den Wurzeln unserer Verfassung, die von der Jugendorganisation einer Regierungspartei ausgeht! Gehören Sie, Herr Mäurer, noch zu den Anständigen? Dann handeln Sie jetzt!

Guido Thieme